Klimakrise Q&A

10.6.2022
Klimakrise Q&A

Back to the basics: Heute klären wir über die wichtigsten Fakten zur Klimakrise auf.

Klimakrise Q&A

Das Klima hat sich doch schon immer verändert. Warum ist das jetzt nicht normal?“ Das Klima hat sich in der Vergangenheit schon oft geändert. Es gab Eiszeiten und Phasen, in denen es sogar wärmer war als heute. Diese Schwankungen dauerten allerdings sehr lange an und entwickelten sich langsam. Die jetzige Klimakrise lässt sich nicht von natürlichen Prozessen erklären. Seit Anbeginn der Industrialisierung vor 200 Jahren steigt die Temperatur unnatürlich schnell an. Das passiert aufgrund des Treibhausgaseffekts, der durch menschlich verursachte schädliche Emissionen um ein Vielfaches verstärkt wird.

Was ist der Treibhauseffekt?“ Kurzwellige Sonnenstrahlen dringen durch die Atmosphäre und gelangen zur Erdoberfläche. Dort werden sie in langwellige Wärmestrahlung umgewandelt und von der Erde aufgenommen. Die restlichen Wärmestrahlen werden in Richtung Weltraum zurückgeschickt. Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid oder Methan in der Atmosphäre halten dann einen Teil dieser Wärmestrahlung zurück, wodurch die Erde nochmals erwärmt wird.

Ist der Treibhausgaseffekt dann überhaupt schlecht?“ Treibhausgase sind in einem gewissen Ausmaß natürlich in der Atmosphäre vorhanden und auch wichtig, da es ohne sie eisig kalt wäre auf der Erde. Allerdings reichern sich seit Beginn der Industrialisierung immer mehr Treibhausgase in der Atmosphäre an und führen dazu, dass es auf der Erde immer wärmer wird. Diese schädlichen Treibhausgase entstehen vor allem durch das Verbrennen fossiler Energieträger, der Zerstörung von Kohlenstoffspeichern wie Wäldern und landwirtschaftliche Emissionen.

Was bedeutet das für uns?“ Die globale Durchschnittstemperatur ist im Vergleich zum vorindustriellen Niveau schon um 1,0 Grad gestiegen. Die Auswirkungen sind spürbar: Es kommt vermehrt zu Extremwetterereignissen wie Dürren, Stürmen und Überschwemmungen. Arten sterben aus, Gletscher schmelzen ab und der Meeresspiegel steigt. Diese Veränderungen bedrohen unsere Lebensgrundlage, da Ernten ausfallen, ganze Länder überschwemmt werden, Trinkwasser knapp wird und Arten aussterben. Politik, Wirtschaft und die gesamte Gesellschaft müssen gemeinsam an Lösungen arbeiten, um das Pariser Klimaabkommens aus dem Jahr 2015 einzuhalten. Damals unterzeichneten 189 Vertragspartner die menschenverursachte Klimaerwärmung auf deutlich unter 2 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Trotzdem kann jede einzelne Person einen Beitrag leisten nachhaltiger zu leben. Weniger Fleisch am Teller, für Klimagerechtigkeit einstehen, Kurzstreckenflüge streichen oder mit dem Rad in die Arbeit fahren. Diese kleinen Änderungen mögen nicht wirken als ob sie viel ändern, sind aber ein Schritt in die richtige Richtung.

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