Es geht um mehr als den perfekten Reifegrad

9.2.2022
Es geht um mehr als den perfekten Reifegrad

Avocados sind heiß begehrt und scharf kritisiert. Und so weh es auch tun mag - da ist was dran. Aber was ist eigentlich das Problem und gibt es eine Lösung?

Es geht um mehr als den perfekten Reifegrad

Neben den weiten Transportwegen aus Südamerika gibt es vor allem soziale und ökologische Mankos. Avocados werden hauptsächlich von großen Unternehmen produziert, was sich negativ auf die lokalen Kleinbäuerinnen- und bauern auswirkt und für soziale Spannungen sorgt. Außerdem fällt die Avocado auch Umwelt zur Last, denn sie braucht viel Wasser und hat im Vergleich zu anderen Früchten eine hohe CO2-Bilanz. Aber: Die Avocado ist dennoch CO2 ärmer als tierische Produkte.

Numbers, please! Für die Produktion von nur 4 Avocados werden (je nach Region und Jahreszeit) 7 - 14 Badewannen Wasser benötigt. Ein Kilogramm Avocados macht sich mit 2,8 kg CO2 bemerkbar. Im Vergleich dazu werden für die Produktion von einem Kilogramm Hummus 0,9 kg CO2 ausgestoßen - für die von einem Kilo Käse 5,8 kg.

Es geht um mehr als den perfekten Reifegrad

Und jetzt? Es geht beim Avocado Kauf um mehr, als nur den optimalen Reifegrad zu finden. Fairtrade und Bio Zertifikat sind ein erster Anhaltspunkt für soziale und ökologische Mindeststandards. Darüber hinaus kannst du auf eine europäische Herkunft achten. Es gibt jedoch noch eine sehr viel simplere und effizientere Lösung: Eine verringerte Nachfrage kann das Angebot stabilisieren und die oben genannten Probleme entschärfen. Wir Konsument:innen haben mehr Macht, als wir denken. Lasset uns gemeinsam unsere geliebte grüne Superfrucht in Ehren halten und der Natur für jeden Avocado Toast und jede Guacamole danken.

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